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Fräulein Nina - auf Demo - (noch!)

Irgendwo zwischen "Italopopkaraoke", live reinszenierter Aktions-Kunst in "Verwaltungsapparaten", Anti-Aging-Aggressionstrainings-Workshop für alle und Einblicke in aktuelle Produktionen und Temperamente wird sich der Abend von Fräulein Nina am elektrischen Kamin rangieren. Während sie zu Playbacks singt, schwingen Zuschauer*innen Grissinistangen anstelle von Knicklichtern zu Canzoni der 50er- 80er Jahre.

Das Fräulein philosophiert über Endgeräte, in denen downgeloadete Köpfe verschwinden, agitiert zugunsten systemischer Störungen, wartet auf den Tag, dass wir alle nur noch von KIs angerufen werden und plädiert für Wiedereingliederungen bei sich selbst, nach dem Hamburger Modell - in Dortmund. Dass für sie Hamburg und Dortmund im Prinzip irgendwie eh alles ein und diesselbe Pizzasoße ist, bildet sie an einer Vergleichsstudie zu Konsum- und Kulturverhalten ab.


Sicherlich gibt´s auch spontane Mitmachparts oder Publikumsstunts, die gut eingeflochten werden können, wenn Fräulein Nina ihr neuestes Demo präsentiert, in denen es auf Elektro um Umweltverschmutzung und Verkehrskollapse geht, ebenso wie um das Zurückdrängen des vermeintlich Menschlichen.


Irgendwo zwischen freier Improvisation, italienischer Grandezza, angestaubter Biederkeit und dramatischer Komik entsteht der Fräulein-Nina-Effekt, der nur mit dem „Gerät Publikum“ seine volle Entfaltung findet. Für mögliche Überhitzungen übernimmt sie keine Haftung, jedoch bei größeren Vorfällen ist sicherheitshalber eine Kleinkunstversicherung vorhanden, in der es vertraglich heißt, sie dürfe auch Dinge mit Feuer machen. Alles auf jeden Fall zugunsten dessen, dass wir alle in Bewegung bleiben oder mehr und mehr in Bewegung kommen - hin zu neuen Gedanken, Aktionen & Gefühlen! Mehr Emos, mehr Demos, mehr Demo!

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